Switzerland

EU Kids Online

Contact:

Sara Signer Widmer
IPMZ - Institute of Mass Communication and Media Research
Andreasstrasse 15
CH-8050 Zürich
Tel: +41 (0)44 634 46 93
Fax: +41(0)44 634 49 34
e-mail: s.signer@ipmz.uzh.ch |

EU Kids Online III – Die Schweiz ist dabei!

Dank der Unterstützung des SNF – Schweizerischen National Fonds ist die Schweiz zum ersten Mal Partner beim internationalen Projekt EU Kids Online III, welches die Online-Nutzung von Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 16 Jahren untersucht. 33 europäische Länder beteiligen sich an diesem Projekt, was einen umfassenden Überblick der Onlinenutzung sowie auch deren Risiken im europäischen Raum erlaub.

Online-Technologien eröffnen auf der einen Seite neue Möglichkeiten und Chancen für die Heranwachsenden und auf der anderen Seite sind auch die Bedenken bezüglich der Risiken, denen Heranwachsende dabei ausgesetzt sind, nicht zu übersehen (vgl. Byron 2006, Callanan/ Frydas 2007, Internet Safety Technical Task Force 2008).

Generell kann festgehalten werden, dass Medienkompetenz oder „digital skills" eine notwendige Voraussetzung für einen produktiven und sicheren Umgang mit dem Internet sind. Da bisher jedoch empirisch überprüfbare Definitionen von Medien- bzw. Internetkompetenz nur in Ansätzen ausgearbeitet worden sind, und aktuelle vergleichbare empirische Befunde zur Online-Nutzung und Internet-Kompetenz aus der Schweiz fehlen, ist eine valide und reliable Erfassung der kindlichen Internetkompetenz umso notwendiger und steht im Zentrum des Projekts.

Aufgrund der skizzierten Problemlage und der defizitären Datenlage ergeben sich folgende Forschungsfragen: Wie viele Heranwachsende zwischen 9-16 Jahren haben Zugang zum Internet? Wie häufig und welche Tools nutzen Heranwachsende dieser Altersgruppe online? Welche positiven, aber auch schädlichen Erfahrungen haben Heranwachsende im Internet schon gemacht? Wie steht es um die Internetkompetenz der Heranwachsenden? Welchen Einfluss hat das familiäre Umfeld, d.h. das Online-Verhalten der Eltern und die familiären Regulierungs- und Erziehungsstrategien, auf das Onlineverhalten ihrer Heranwachsenden, und welchen Einfluss üben Schule und Peers aus? Zur Beantwortung der Forschungsfragen ist eine persönliche Befragung bei Heranwachsenden geplant.

Die Zielsetzung der Untersuchung besteht a) in der Realisierung einer repräsentativen, robusten, vergleichbaren und aktuellen Datenbasis über die Onlinerisiken von europäischen Heranwachsenden, b) im Herausarbeiten von Gefährdungsfaktoren (individuell und länderbezogen) von Heranwachsenden, c) im Erarbeiten der Hinweise auf Umfang, Qualität und Effektivität der elterlichen Regulierung und Erziehungsprozesse sowie d) im Bewältigungsverhalten und der Medienkompetenz der Heranwachsenden selbst zu erfassen. Dabei sollen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den europäischen Ländern festgehalten werden. Anschliessend sollen weitere Indikatoren berücksichtigt werden, um zu erklären wie und warum bestimmte Nationen systematisch abweichen.

Die Praxisrelevanz der Studie besteht in der Bereitstellung von Basiswissen zur Entwicklung medienpädagogischer Strategien im Umgang mit dem Internet für Politik, Schule und Elternhaus.

Partizipatives Netzwerk EU Kids Online III Schweiz

Jedes der beteiligten Länder ist dazu aufgefordert ein nationales Netzwerk zu organisieren, um mit möglichst vielen nationalen Partnern aus unterschiedlichen Bereichen (Wissenschaft, Politik, Schule, ...) kooperativ zusammenzuarbeiten und über die neusten Projektergebnisse zu informieren. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen dem Netzwerk beitreten, denn so können wir die unterschiedlichen Anliegen der Mitglieder in unsere Untersuchungshypothesen einfliessen lassen. Wenn Sie gerne Mitglied des Netzwerks werden möchten, lesen Sie die Projektziele durch und geben Sie an, welcher Kategorie Mitglied Sie zuzuordnen sind. Die Projektziele sind im Folgenden kurz dargestellt:

Aufarbeitung des Forschungsstandes: Die Datenlage von empirischen Studien zur Internetnutzung von Kindern soll zusammengetragen werden um Forschungslücken zu identifizieren und die Qualität sowie Vergleichbarkeit der Daten zu evaluieren. Anschliessend wird möglichen Ursachen für die Dominanz bzw. das Fehlen bestimmter Arten von Forschung und Daten nachgegangen.

Online-Nutzung und Online-Risiken erfassen: Anhand einer Befragung von 600 Kindern resp. Jugendlichen und ihren Eltern soll das Online-Nutzungsverhalten sowie die Online-Risiken und ihre Konsequenzen im nationalen und auch internationalen Kontext verstanden werden.

Empfehlungen: Anhand der Ergebnisse aus der Befragung sollen Empfehlungen abgegeben werden, welche die zukünftige Forschungsagenda ebenso betreffen, wie die politische Agenda.

Verbreitung der Ergebnisse: Um die Ergebnisse aus dem Projekt fruchtbar zu machen, wird ein möglichst umfassender und nachhaltiger Transfer der gewonnenen Erkenntnisse an die Öffentlichkeit, die Politik, Beratungsinstitutionen, die Medienregulierung und die Medienanbieter angestrebt.

Anmeldung als Mitglied im Schweizer Netzwerk EU Kids Online III

Wenn Sie sich als Mitglied im Schweizer Netzwerk EU Kids Online III registrieren, werden sie in regelmässigen Abständen über den Stand des Forschungsprojektes informiert oder aufgefordert, sich aktiv am Projekt zu beteiligen (z.B. Hypothesen einreichen, die für Ihren Bereich interessant sind). Jegliche Form der Mitwirkung ist freiwillig. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und ein Austritt jederzeit möglich. Interessierte können sich per Mail (s.signer@ipmz.uzh.ch|) oder postalisch (IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich, z.H. Sara Signer Widmer, Andreasstrasse 15, 8050 Zürich) an (Name, Vorname, Institution, Adresse, E-Mail, Kategorie (Wissenschaft, Politik, Beratung, Industrie, Schule, anderes)

Wir freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit!

Sara Singer CHSara Signer Widmer

Dr. Des. Sara Signer Widmer ist wissenschaftliche Assistentin am IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Medienkompetenz, Mediensozialisation, Kinder und Medien, Onlinekommunikation sowie Medien und Migration. Gleichzeitig arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule im Bereich Medienbildung.

Heina Bobfadelli CHHeinz Bonfadelli

Heinz Bonfadelli ist Professor für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft am IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich und Leiter der Abteilung Medienrealität und Medienwirkung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Mediennutzung und Medienwirkungen; Kinder, Jugendliche und Medien; Online-Kommunikation; Wissenschafts- / Umwelt- / Risikokommunikation; Medien und Migration (http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienrealitaet/team/heinz-bonfadelli.html|)

Martin Hermida CHMartin Hermida

Martin Hermida ist wissenschaftlicher Assistentin am IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Medienkompetenz, speziell Internetkompetenz, Medieneffekte des Internets, Mediennutzungsforschung. (http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienrealitaet/team/martin-hermida.html|

 

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