Austria

EU Kids Online

Überblick

Österreichische Kinder zählen zu den „Intensiven Netzwerkern“. Das Internet nutzen sie häufig mobil – im europäischen Vergleich insgesamt aber weniger intensiv, daher begegnen sie auch seltener Risiken. Für ältere Heranwachsende finden sich aber dennoch erhöhte Werte für Kontaktrisiken. Österreichische Eltern zeigen sich in Bezug auf Risiken für ihre Kinder im Internet tendenziell unbesorgt und nehmen sie eher in Kauf. Daher berichten ihre Kinder vergleichsweise häufiger über Risiken im Internet als dies ihre Eltern annehmen. Sie setzen auch kaum aktive Mediationsstrategien ein, sondern bleiben tendenziell passiv oder verwenden restriktive Maßnahmen.

 

Highlights

EU Kids Online Österreich arbeitet eng mit den Landesjugendräten der Bundesländer und dem Bundesministerium für Familien und Jugend (BMFJ) zusammen. Beratend nimmt das Team auch an den nationalen Ministerkonferenzen teil.
EU Kids Online Österreich beteiligt sich an verschiedenen Initiativen für mehr Chancen und Möglichkeiten durch das Internet. Unter anderen: Saferinternet.at, Dialog Jugendforschung, Österreichischer Präventionskongress, Medienbildung jetzt! und die Österreichische Internetoffensive.
Die Ergebnisse von EU Kids Online, aber auch die Methodologie und die angewendeten Methoden, spielen eine zentrale Rolle in der Lehre der Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation (Sowohl in den Bachelor- und Masterlehrveranstaltungen als auch im Doktorat).

 

 

EU Kis Online II – Folgeprojekt zur Online-Nutzung für Kinder und Jugendliche in Europa

Als Nachfolgeprojekt des europäischen, vom EC Safer Internet Programm geförderten Forschungsprojekts „EU Kids Online I" – einem dreijährigen Forschungsprojekt zu „Internetnutzung und -risiken von Kindern und Jugendlichen in Europa", an dem insgesamt 21 europäische Länder mitgearbeitet haben (Kurzzusammenfassung| des ersten Projekts) –, startete im Juli 2009 das Folgeprojekt „EU Kids Online II". Österreich ist durch ein Forschungsteam des Fachbereichs  Kommunikationswissenschaft der Paris Lodron Universität Salzburg (www.uni-salzburg.at/kowi|) unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink am Projekt beteiligt.
Dieses Internetangebot stellt – neben der offiziellen englischen Homepage (www.eukidsonline.net|) mit allen erhältlichen Informationen über das Projekt – den österreichischen Knotenpunkt des Projektnetzwerkes dar und dient in erster Linie dem Transfer von Ergebnissen aus dem Gesamtprojekt in deutscher Sprache; es bietet zudem ein Kommunikationsmittel zur Präsentation themenbezogener Publikationen, Tagungen und Veranstaltungen etc. An dieser Stelle laden wir Sie herzlich ein, uns Hinweise auf interessante Aktivitäten rund um das Thema „Kinder und neue Medien" mitzuteilen (*|).

Zum Projekt „EU Kids Online II"

Im Zeitrahmen zwischen 2009 und 2011 wird im Rahmen von EU Kids Online II eine europaweite quantitative Studie durchgeführt. Die Erhebung in Form eines strukturierten Face-to-Face-Interviews (Fragebogeninterview) richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 16 Jahren sowie deren Eltern. Ziel ist die Erstellung eines aussagekräftigen Datenpools auf nationaler und europäischer Ebene, der Ländervergleiche über die Internetnutzung und insbesondere die Wahrnehmung von Online-Risiken ermöglicht.

Wie bereits EU Kids Online I wird auch dieses Folgeprojekt von Prof. Sonia Livingstone der London School of Economics and Political Science (LSE|) geleitet und koordiniert. Das Projektteam besteht weiters aus einem Management-Board mit vier Personen aus verschiedenen Ländern, einem internationalen Beirat sowie den Netzwerk-Teams, Gruppen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Disziplinen mit sich ergänzenden thematischen Forschungsschwerpunkten. Sie leiten vor Ort in 25 europäischen Ländern die nationale Untersuchung.

Basierend auf einem kinderzentrierten, vergleichenden, kritischen und kontextbezogenen Ansatz zielt EU Kids Online II auf die breite Erforschung von Erfahrungen Heranwachsender mit Online-Risiken. Neben demographischen Daten sowie sozialpsychologischen Faktoren werden Daten zur allgemeinen Internetnutzung, zu Online-Möglichkeiten und -Risiken, zum Umgang der Kinder mit Gefahren sowie zu den Regulierungs- und Supervisionsmaßnahmen, der Einstellung und Bedenken ihrer Eltern erhoben. Die Entwicklung des Fragebogens und die Durchführung des Interviews erfolgt unter Gesichtspunkten der Zuverlässigkeit des Instruments sowie einer Ethik-sensiblen, kulturabhängigen Formulierung. Um dies zu gewährleisten, überprüfen die Netzwerkmitglieder vor Ort die Fragebögen auf länderspezifische Eigenheiten. Oberstes Ziel des Projektes ist es, das Bewusstsein für einen sichereren Umgang mit dem Internet sowohl auf nationaler, europäischer als auch internationaler Ebene zu schärfen und Forschungsdefizite zur Wahrnehmung und zum Umgang mit Risiken auszugleichen.

Themenbezogenen, ausgewählte Publikationen (Online abrufbar)

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Ortner, Christina (2008): Online-Risiken und -Chancen für Kinder und Jugendliche: Österreich im europäischen Vergleich. Bericht zum österreichischen EU Kids Online-Projekt. In: http://www.bka.gv.at/Docs/2008/11/6/kids_online.pdf| bzw. http://www.bmukk.gv.at/medienpool/17370/eukidsonlineabschlussbericht.pdf|

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Dürager, Andrea (2009): EU Kids Online - Der sichere Umgang mit dem Internet. Österreich im europäischen Vergleich. In: Medienimpulse online, 2009/1. Wien: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Sie wollen mehr erfahren…?

Wenn Sie über die Aktivitäten im Rahmen des Projekts auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie uns persönlich eine E-Mail mitteilen (*|). Schreiben Sie oder registrieren Sie sich direkt unter www.eukidsonline.net| für den internationalen Newsletter, der zweimal im Jahr erscheint.

Kontakt:
Ingrid Paus-Hasebrink
Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation
Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg
Rudolfskai 42, 5020 Salzburg, Austria
E-Mail: ingrid.paus-hasebrink@sbg.ac.at
Tel. +43 / 662 8044 4193

Ingrid Paus Hasebrink Ingrid Paus-Hasebrink, Univ.-Prof. Dr. M.A. ist Dekanin der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg und leitet die Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation am Fachbereich Kommunikationswissenschaft. Sie ist Autorin und Herausgeberin von zahlreichen Büchern und wissenschaftlichen Journalartikeln, insbesondere mit den Schwerpunkten Medienformatanalyse, Medienrezeptions- und Mediensozialisationsforschung, Neue Medientechnologien, Medienerziehung und Medienkompetenz sowie Phänomene der Populärkultur. Aktuell leitet sie ein Forschungsprojekt zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Heranwachsender, das als Langzeitstudie mit mehreren Erhebungswellen angelegt ist (2005 – 2017). Weitere Informationen unter: http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=24454

Philip Sinner AT Philip Sinner, M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation und Dissertant am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg. Seit 2013 arbeitet er auch als Lektor am Fachbereich Kommunikationswissenschaft (Qualitative Methoden, Theorien und Methoden der Audiovisuellen und Online-Kommunikation, International vergleichende Kommunikations- und Medienforschung). In seiner Doktorarbeit befasst er sich mit professionellen Social Media Angeboten in der deutschen Bundesliga und deren Nutzung durch Fans und Interessierte. Weitere Informationen unter: http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=61881|  

Fabian Prochazka AT Fabian Prochazka, M.A. ist seit März 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim. Zuvor war er als Studienassistent in der Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation an der Universität Salzburg und als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Langzeitstudie zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Heranwachsender tätig. In seiner Masterarbeit untersuchte er die Nutzung von Filesharing- und Streaming-Diensten durch Jugendliche und ihre Einstellung zu Urheberrechtsverletzungen. Weitere Informationen unter: https://online.uni-hohenheim.de/prochazka

                                                                                                                                                            MMag. Dr. Andrea Dürager wurde im Herbst 2014 zur Dr. phil. promoviert und arbeitet nun in der Abteilung für Rezeptionsforschung des Senders Servus TV in Salzburg. Ihr besonderes Interesse gilt der Medienangebots- und Rezeptionsanalyse speziell zum Kinderfernsehen, der Medienpädagogik sowie der Hochschulforschung. Sie ist spezialisiert auf statistische Auswertungsverfahren und Evaluationen.

 

 

Präsentationen (2012-2014)

 
Paus-Hasebrink, I. (2014). Kinder brauchen Internetkompetenz|. Statement #meko2014. Tutzing, 26.-28. März 2014.

Paus-Hasebrink, I. (2014). Heranwachsende und Internet. Herausforderungen für Politik und gesellschaftliche Akteure. Konferenz der politischen Landesjugendräte. St. Gilgen, 9. April 2014.

Paus-Hasebrink, I. (2014). Cybermobbing und Gefahren für Jugendliche im Internet. ÖVP-Klubgespräch. Salzburg, 18. März 2014.

Paus-Hasebrink, I., Sinner, P. & Prochazka, F. (2014). EU Kids Online|. Dialog Jugendforschung. Federal Ministry of Families and Youth. Wien, 23. Januar 2014.

Paus-Hasebrink, I., Sinner, P., & Prochazka, F. (2013). EU Kids Online. Im Fokus: Die Bundesländer in Österreich und Europa. Konferenz der politischen Landesjugendräte. Eisenstadt, 10. April 2013.

Paus-Hasebrink, I. (2013). Das Internet im Kontext des Informationsmanagements junger Menschen|. OÖ. Zukunftssymposium 2013. Linz, 7.-8. November 2013.

Paus-Hasebrink, I. (2013). Leben im Netz? Jugendliche und Mobile Devices|. 10. Salzburger Medientag. Salzburg, 24. Oktober 2014.

Sinner, P. (2013). Jugendliche im Internet und die sozialen Medien: Mythen, Tendenzen und| Ausblicke. Generation Facebook – Sprache und soziale Medien. Bozen, 1. März 2013.

Paus-Hasebrink, I., Sinner, P., & Prochazka, F. (2013). Kinder und Jugendliche im Internet zwischen Virtualität und Realität.| 3. Österreichischer Präventionskongress. Graz, 7. November 2012.

Sinner, P., & Prochazka, F. (2012). EU Kids Online – Ein europäisches Forschungsprojekt|. Lange Nacht der Forschung. Salzburg, 27. April 2012.

Publikationsliste (2012-2014)

Paus-Hasebrink, I., & Kulterer, J. in cooperation with P. Sinner (2014), Praxeologische Mediensozialisationsforschung. Langzeitstudie zu sozial benachteiligten Heranwachsenden. Lebensweltbezogene Medienforschung: Angebote - Rezeption - Sozialisation Band 2. Baden-Baden: Nomos.

Paus-Hasebrink, I. (2014).Internet ist Alltag. Chancen und Risiken sind zwei Seiten einer Medaille|. In Salzburger Familien-Journal, 2014(2), pp. 12-13.

Paus-Hasebrink, I., Kulterer, J., Šmahel, D., & Kontríková, V. (2014): On the role of media in socially demanding situations. In N. Carpentier Reifova, K.C. Schrøder & L. Hallett (Eds.), Audience Transformation. Shifting Audience Positions in Late Modernity (COST Action IS0906 Transforming Audiences, Transforming Societies; part of the ECREA Book Series) (pp.47-62). New York, NY/ London: Routledge.

Paus-Hasebrink, I., Bauwens, J., Dürager, A.E., & Ponte, C. (2012). Exploring Types of Parent-Child Relationship and Internet Use across Europe|. In Journal of Children and Media - JOCAM, 7(1), pp. 114-132.

Paus-Hasebrink, I., Kulterer, J., Prochazka, F., & Sinner, P. (2013). Das Internet im Alltag sozial benachteiligter Heranwachsender|. In merzWissenschaft, Aufwachsen in komplexen Medienwelten. Neue Medientechnologien und erweiterte Medienensembles in der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen. 57(6), pp. 21-29.

Paus-Hasebrink, I., & Sinner, P. (2013). Nutzung, Chancen und Risiken Heranwachsender im Internet - Österreichische Kinder im europäischen Vergleich|. In Medien & Zeit, Kommunikation in Vergangenheit und Gegenwart. 28(3), pp. 36-45.

Dürager, A., Dürager, S., & Paus-Hasebrink, I. (2013): Protection vs. Privacy. An Area of Conflict. In B. O´Neill, E. Staksrud, Elisabeth & S. McLaughlin (Eds.), Towards a Better Internet for Children? Policy Pillars, Players and Paradoxes (pp.267-281). Göteborg: Nordicom,

Paus-Hasebrink, I., Prochazka, F., & Sinner, P. (2013). What constitutes a 'rich’ design in qualitative methodology? In M. Barbovschi, L. Green & S. Vandoninck (Eds.), Innovative approaches for investigating how children understand risk in new media. Dealing with methodological and ethical challenges (pp. 23-26). London: EU Kids Online, LSE.

Sinner, P., Prochazka, F., Paus-Hasebrink, I., & Farrugia, L. (2013). What are good approaches to conducting focus groups with children? In K. Ólafsson, S. Livingstone & L. Haddon (Eds.), How to research children and online technologies. Frequently asked questions and best practice (pp. 90-92). London: EU Kids Online, LSE.

Paus-Hasebrink, I., Sinner, P., & Prochazka, F. (2013). When is it good to use a longitudinal design? In: K. Ólafsson, S. Livingstone & L. Haddon (Eds.), How to research children and online technologies. Frequently asked questions and best practice (pp.27-29). London: EU Kids Online, LSE.

Hasebrink, U., & Paus-Hasebrink, I. (2013). Trends in children's consumption of media. In D. Lemish (Ed.), The Routledge International Handbook of Children, Adolescents and Media (pp.31-38). Routledge Taylor & Francis: Milton Park & London.

Paus-Hasebrink, I., & Hasebrink, U. (2012). Vergleichende Forschung als Kooperationsstrategie. Das Beispiel 'EU Kids Online'. In B. Stark, M. Magin, O. Jandura & M. Maurer (Eds.), Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze. Methoden und Forschungslogik der Kommunikationswissenschaft Band 8 (pp.95-114). Köln: Herbert von Halem Verlag.

Paus-Hasebrink, I., Ponte, C., Dürager, A., & Bauwens, J. (2012). Understanding digital inequality: the interplay between parental socialisation and children´s development (chapter twenty). In S. Livingstone, L. Haddon, Leslie & A. Görzig (Eds.), Children, risk and safety on the internet. Research and policy challenges in comparative perspective (pp. 257-271). Bristol: The Policy Press.

Paus-Hasebrink, I., & Dürager, A. (2012). Nutzung und Risiken für Kinder und Jugendliche im Internet. Das Beispiel EU Kids Online. In I. Stapf, A. Lauber, B. Fuhs & R. Rosenstock (Eds.): Kinder im Social Web. Qualität in der KinderMedienKultur (pp. 229-246). Baden-Baden: Nomos.

Sinner, P., & Prochazka, F. (2012), Zehn Fakten über die Online-Risiken von Kindern und Jugendlichen|. Salzburg/ London: Universität Salzburg Print.

Paus-Hasebrink, I., Sinner, P., & Prochazka, F. (2012), EU Kids Online Österreich. Befunde einer empirischen Untersuchung zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen|. Salzburg/ London: Universität Salzburg Print.

Paus-Hasebrink, I., Sinner, P., Prochazka, F., & Dürager, A. (2012). Austria. In L. Haddon, S. Livingstone and the EU Kids Online network (Eds.), EU Kids Online: National perspectives (pp. 5-6). London: EU Kids Online, LSE.

Paus-Hasebrink, I., Prochazka, F., Sinner, P., & Dürager, A. (2012). Werkstattbericht EU Kids Online - Chancen & Risiken im Internet|. In kommunikation.medien, 1. Ausgabe [journal.kommunikation-medien.at].
 

 

 

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